Kaspersky Antivirus macht kein automatisches Update der Virusdatenbank

Seit längerem wunderte ich mich über ein Problem mit dem automatischen Update der Virusdefinitionen bei „Kaspersky Antivirus“ auf meinen Notebook. Mal wurde ein automatisches Update der Virusdatenbank gemacht und mal eben nicht.

Nach intensivem Durchforsten der Einstellungen habe ich das Problem jetzt klären können. Warum auch immer setzt Kaspersky in den Einstellungen im Reiter „Leistung“ einen Haken bei der Option: „geplante Aufgaben bei Akkubetrieb nicht starten„. Betroffen sind dabei aber auch die automatischen Updates. Das ist ziemlich ungeschickt bei Notebooks, die man ja eher nicht so oft am Stromnetz sondern eher im Akkubetrieb nutzt.

Haken rausmachen bei der Option lässt dann auch die automatischen Updates wieder reibungslos funktionen:

Kaspersky macht im Akkubetrieb keine automatischen Updates.

 

Synology Diskstation als Netzwerk-USV-Server für Linux oder Windows-Rechner verwenden

Beim Einsatz einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) wird diese gerne an NAS-Geräte angeschlossen, um die darauf abgelegten Daten gegen Stromausfälle zu schützen.

Bei Synology Diskstations gibt es die Möglichkeit diese als Netzwerk-USV-Server zu betreiben, also die Informationen über die USV auch anderen im Netzwerk befindlichen Rechnern zur Verfügung zu stellen. Der Vorteil liegt darin, dass dann auch Rechner, die nicht direkt mit dem Kabel der USV verbunden sind, geordnet herunterzufahren, wenn der Batteriepuffer der USV zur Neige geht.

Synology verwendet auf den Diskstation die „Network UPS Tools (NUT)“. Wie man diese über das Webfrontend der Diskstations konfiguriert ist hier beschrieben.

In unserem Beispiel werden wir für einen weiteren Linux-Rechner im Heimnetz den Dienst zur Verfügung stellen und dort konfigurieren.

Schritt 1: Eintragen des neuen „USV-Clients“ auf der Synology Diskstation unter „Systemsteuerung / Hardware und Energie / USV“. Zuerst setzen wir aber noch den Haken bei „Netzwerk-USV-Server aktivieren“

Aktivieren des USV-Netzwerk-Servers auf der Synology Diskstation

Danach klicken wir auf „Zugelassene Diskstation Geräte“. Keine Sorge – auch wenn uns Synology hier mit dem Text suggeriert, dass dies nur für weitere Synology Diskstations geht: es geht auch für andere Rechner.

Schritt 2: Im nachfolgenden Dialog tragen wir dann die IP-Adresse des neuen Rechners ein, den wir als neuen Client betreiben wollen.

Hinzufügen des neuen Clients als IP-Adresse

Danach konfigurieren wir den Client. Ich beschreibe das hier für Debian/Ubuntu:

Schritt 1: Installieren von NUT

 sudo aptitude install nut

Danach konfigurieren wir nut zuerst mit:

 sudo nano /etc/nut/nut.conf

und setzen dort die Einstellung, dass wir NUT im Client Mode nutzen wollen:

 MODE=netclient

Danach verweisen wir dann in der Datei:

 sudo nano /etc/nut/upsmon.conf

auf den Synology USV-Netwerk-Server:

 MONITOR ups@192.168.178.3 1 monuser secret slave

Selbstverständlich ersetzen sie hier die IP 192.168.178.3 durch ihre passende IP ihres Netzwerk USV Servers.
Danach starten wir NUT auf dem Client neu mit:

 sudo service nut-client restart

Und kontrollieren per:

 sudo upsc ups@192.168.178.3

ob die Verbindung klappt. Tut sie das, liefert der obige Befehle eine ähnlich Ausgabe wie diese hier:

Init SSL without certificate database
battery.charge: 100
battery.charge.low: 10
battery.charge.warning: 50
battery.date: not set
battery.mfr.date: 2015/01/16
battery.runtime: 1447
battery.runtime.low: 120
battery.type: PbAc
battery.voltage: 13.7
battery.voltage.nominal: 12.0
device.mfr: APC
device.model: Back-UPS ES 700G
device.serial: 
device.type: ups
driver.name: usbhid-ups
driver.parameter.pollfreq: 30
driver.parameter.pollinterval: 5
driver.parameter.port: auto
driver.version: SDS6-0-8445-factory-repack-8445-160817
driver.version.data: APC HID 0.95
driver.version.internal: 0.38
input.sensitivity: medium
input.transfer.high: 266
input.transfer.low: 180
input.transfer.reason: input voltage out of range
input.voltage: 230.0
input.voltage.nominal: 230
ups.beeper.status: enabled
ups.delay.shutdown: 20
ups.firmware: 871.O3 .I
ups.firmware.aux: O3
ups.load: 21
ups.mfr: APC
ups.mfr.date: 2015/01/16
ups.model: Back-UPS ES 700G
ups.productid: 0002
ups.serial: 5B1503T03854
ups.status: OL
ups.timer.reboot: 0
ups.timer.shutdown: -1
ups.vendorid: 051d

Fertig. Bei Stromverlust melden der Netzwerk-USV-Server den niedrigen Batteriestand an die Clients weiter. Diese fahren dann per NUT sauber herunter.

Für Windows gibt es das Programm WinNUT. Dies funktioniert analog zu dem, was ich hier beschrieben hatte. Hier müssen Sie lediglich nach Installation in der Datei

%Programfiles%\WinNUT\upsmon.conf

den Netzwerk-USV-Server eintragen.

Bandbreite zwischen zwei Switches mit Link Aggregration erhöhen

Möchte man die Bandbreite der Datenübertragung zwischen zwei Switches erhöhen, so kann man dazu eine „Link Aggregation Group“ (LAG) erstellen. Der Switch, so er denn dieses Verfahren unterstützt, nutzt dann „gebündelt“ die der Link Aggregation Group zugeordneten Ports, um den Datenverkehr zwischen den Switches zu organisieren. Es erfolgt dabei auch eine Lastverteilung zwischen den beteiligten Ports.

Das Verfahren wird auch als Port Trunking bezeichnet. Nähere ausführlichere technische Hintergründe gibt es hier.

Je nach Hersteller sind die Schritte immer ein klein wenig anders. Ich zeige das hier exemplarisch für einen Switch von Netgear.

Als erstes aktiviert man dazu eine Link Aggregation Group:

Anlegen bzw. Aktivieren einer LAG Aggregation Group

Hat man das erledigt, dann ordnet man noch die Ports der LAG zu:

Zuordnen der Ports zur Link Aggregation Group

Das war es dann auch schon. Das gleiche muss man selbstverständlich auch auf dem zweiten Switch machen. Dann die Kabel in die Ports und fertig.

Telefonkabel auf Patchfeld auflegen. Wohin kommt nochmal welche Ader?

Bei der Hausverkabelung hat man heute klassischerweise zwei wesentliche Kabeltypen, die man verlegt bzw. vorfindet. Netzwerkkabel nach einem der handelsüblichen Standards wie z.B. Cat7 oder Cat5 und sehr oft auch Telefonkabel (4-adrig).

Oft stellt sich dann die Frage ob man die Telefonkabel auch auf das Patchfeld auflegen kann oder eben nicht und wenn ja, wohin kommt dann welche Ader?

Dazu muss man zuerst mal auf das Patchfeld schauen, die im Regelfall eine Farbmarkierung haben nach den EIA/TUA 568A oder EIA/TUA 568B. Eine Farbtabelle habe ich hier mal angefügt aus der man das sehr schnell erkennen kann welchen Standard das Patchfeld anbietet.

Adernpaar Pins EIA/TIA 568A EIA/TIA 568B IEC
1 4/5 blau/weiß blau/weiß weiß/blau
2 3/6 weiß/orange weiß/grün rot/orange
3 1/2 weiß/grün weiß/orange schwarz/grau
4 7/8 weiß/braun weiß/braun gelb/braun

Im Normalfall ist das in Europa der Standard EIA/TIA 568A. Wenn man diese Information rausgefunden hat, kann man dann das Telefonkabel auflegen. Und zwar mit nachfolgender Zuordnung der Adern:

Telefonkabel Pins EIA/TIA 568A EIA/TIA 568B IEC
1a/1b 4/5 blau/weiß blau/weiß weiß/blau
2a/2b 3/6 weiß/orange weiß/grün rot/orange

Danach kann man dann aus dem Patchfeld heraus die Telefonkabel dorthin verlängern, wo diese benötigt werden (RJ11 auf RJ11, geht aber auch mit RJ45 auf RJ11)

Zur besseren Veranschaulichung habe ich mal ein Bild beigefügt auf dem man sehen kann wie die Adern 1a/1b des Telefonkabels auf die Pins 4/5 des Patchfelds aufgelegt sind:

Telefonkabel-Adern 1a/1b auf Pins 4/5 eines Patchfelds

Viel Spaß!